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Weinjahr 2011 -ein noch nie dagewesener Herbst

Das Jahr 2011 hatte bis zum Beginn der Traubenreife den Anschein eines druchschnittlichen Weinjahrganges. Ab Ende August bis Mitte Oktober lachte aber fast jeden Tag die Sonne. Hochreife, gesunde Trauben waren das Ergebnis. Die Weissweine zeichnet eine enorme Saftigkeit aus - bei beachtilcher Reife. Die Rotweine sind tiefdunkel und extraktreich - ideal für einen längeren Faßausbau. Durch die langanhaltende Trockenheit im Herbst konnte sich die Botrytis nur sehr vereinzelt ausbreiten. Die Ernte von Spätlesen und Auslesen war kein Problem - höhere Prädikate konnten nur mit extremen Selektionsaufwand erreicht werden.

Weinjahr 2010 - Pflanzenschutz oberste Primisse

Das Jahr 2010 war für uns Weinbauern äußerst herausfordernd. Schon im Frühjahr war der Druck von Mehltauinfektionen sehr hoch, sodass der Pflanzenschutz sehr sorgfälltig durchgeführt werden musste. Die Witterung war über die gesamte Vegetationsperiode weiterhin feucht und kühl. Wir konnten aber durchwegs gesundes Traubenmaterial ernten. Die Weine zeichnet eine besondere Trinkfreudigkeit aus. Ein äußerst fruchtbetonter Jahrgang mit Potential (bei unseren Weinen zumindest).

Weinjahr 2009 - ein vor allem trockener warmer Herbst prägt den Jahrgang.

2009 war ähnlich dem Jahrgang 2008 von ungewohnt großen Niederschlagsmengen während der Vegetationsperiode geprägt. Der Erntebeginn war bei den Frühsorten Anfangs September (Neuburger, Muskat Ottonel, Gelber Muskateller und Sauvignon blanc). Beginn der Haupternte war um den 15. September. Die anhaltende trockene Witterung bewirkte, dass Traubengut ohne Fäulnisbefall geenrtet werden konnte. Vor allem der Blaufränkisch konnte 2009 wieder überzeugen! Mitte Oktober mussten wir dann bereits unseren Frizzante vom Gelben Muskateller und Muskat Ottonel auf die Flasche bringen - sicher der beste den wir bis jetzt abgefüllt haben. Bereits als Jungwein war unser Sauvignon blanc der heurige Liebling im Keller - lassen sie sich überaschen! Am 19. November konnten wir dann wieder eine Auslese vom Furmint mit 22 KMW (Zuckerkonzentration) ernten. Auf die Produktion weiterer Prädikate wurde aufgrund der geringen Edelfäuleproduktion verzichtet.

Weinjahr 2008 - untypische Witterung - spannende Weine!

Der Jahrgang 2008 ist sicher eine Ausnahme in den letzten Jahrzehnten. Aufgrund der Niederschlagsmenge über die gesamte Vegetationsperiode ist der Neusiedlerseewasserpegel nicht wie gewohnt gesunken sondern gestiegen. Von Extremniederschlägen mit Erosionsschäden wurden wir jedoch verschont. Anfang Juli gab es ein wenig Hagel, der jedoch keine großen Auswirkungen hatte. Besonderes Augenmerk musste aufgrund der feuchten Witterung auf den Pflanzenschutz und die Laubarbeit gelegt werden. Während der Endreife der Trauben wurden wir von starken Regenfällen verschont, sodass die Trauben bis zur physiologischen Vollreife am Stock belassen werden konnten. Die Ernte begann am 29. August in unserer Junganlage vom Gelben Muskateller , die Wespen schätzten zu diesem Zeitpunkt die Süße der Trauben, sodass wir sehr selektiv ernten mussten und Fraßstellen aussortiert wurden. Die Haupternte startete dann am 10. September. Die Weissweine bestechen durch eine außergewöhnliche Fruchtigkeit bei den Burgundersorten (Chardonnay und Grauburgunder) wurde hochreife Trauben im Bereich der Spätlesequalität geerntet. Die Rotweine erreichten ebenfalls die gewünschten Reifeparameter. Von unserem Furmint konnten wir wieder eine Auslese und beim Welschriesling einen Ruster Ausbruch ernten.

Weinjahr 2007 - FRÜH, HEISS, STRUKTURIERTE WEINE!

Das Jahr 2007 wird als sehr heisses, frühes Weinjahr in die Geschichte eingehen. Die Wasserversorgung war durch einen feuchten aber milden Winter im Frühjahr sehr gut. Ab Mai blieben jedoch die Regenfälle aus und das Wetter war prächtig. Schon bei der Blüte konnte man einen frühen Erntetermin erahnen. Mitte August gab es ein starkes Gewitter, dass vor allem zu starken Erosionsschäden in den Weingärten führte. Ende August wurde mit der Ernte begonnen. Trotz der trockenen heissen Witterung der Vegetationsperiode hatten die Weissweinmoste eine gute Säurestruktur. Das Traubenmaterial war ohne Tadel und die Mostgewichte danke der vielen Sonne gut. Die Ernte verlief äußerst zügig, es wurden keine Pause zwischen der Weisswein und Rotweinernte eingelegt. Ab Anfang September gab es immer wieder Niederschlag, sodass sich im Laufe der Zeit auch die Edelfäule ausbreiten konnte. Die Ernte der hohen Prädikate erfolgte bereits Mitte Oktober.

Weinjahr 2006 - EIN TRAUM VOM ALTWEIBERSOMMER - KEINE AUSREDEN MÖGLICH!

Im Winter gab es reichlich Niederschlag, sodass der Neusiedlersee im Frühjahr einen guten Wasserstand aufgewiesen hat.Trotz tiefer Temperaturen waren keine Anzeichen von Frostschäden beim Austrieb zu erkennen. Der Austrieb war rasch und kräftig. Durch die gute Nährstoffversorgung (starker Wuchs) kam es bei der Blüte vor allem bei der Sorte Merlot zu Nährstoffdisharmonie, wass eine starke Verrieselung der Gescheine bewirkte. Die heissen Sommermonate Juni und Juli beschleunigten die Entwicklung der Reben. Der August bremste durch seine kühle und nasse Witterung die Reife, was wir jedoch als keinen großen Nachteil sahen. Ein Gewitter in der 1. Septemberwoche bewirkte eine frühe Infektion der Edelfäule, die sich jedoch aufgrund der langen nachfolgenden Schönwetterperiode nur sehr langsam weiter ausbreitete. Die Ernte begann Mitte September. Die Mostgewichte waren hoch, die Säuregehalte erfreulicher Weise auch. Bei den Rotweinen wurde der Großteil der Ernte mit 18,5-20,5 KMW geerntet. Die mit Botrytis infizierten Beeren sind aufgrund des anhaltenden Schönwetters ideal geschrumpft sodass wir bereits Mitte Oktober eine Beerenauslese von den Sorten Welschriesling, Chardonnay und Riesling ernten konnten. Die Natur hat uns heuer wirklich mit hohen Qualitäten verwöhnt - Ausreden gibt es keine - jetzt sind wir gefordert Sie mit dementsprechend hochqualitativen Wein zu verwöhnen.


Weinjahr 2005 - Balance im Weingarten!

Hohe Niederschlagsmengen im August und Anfang September machten die Ernte 2005 sehr selektiv. Unser Bestreben, das Wachstum unserer Reben über viele Jahre hinweg zu bremsen und auch der Mut, bei wüchsigeren Weingärten einen höheren Ertrag zu erlauben verschonte uns von zu starkem Fäulnisbefall.

Erntebeginn war der 26. September. Die Mostgradationen waren ehrlicherweise bescheiden, die Aromatik der Moste jedoch wunderbar. Die Weissweine zeichnet ein wunderbarer Sortenausdruck aus. Die frühen Rotweinsorten (Pinot Noir und Zweigelt) konnten wir relativ gesund ernten, Blaufränkisch und Merlot waren perfekt. Bei der Ernte der Prädikatsweine waren uns vor allem die Stare behilflich – Welschriesling in der Riede Riegelband und Chardonnay in der Riede Öden waren fast gänzlich von den Vögel gefressen. Unseren Furmint aus der Riede Ludmais konnten wir mit 20 KMW ernten - der Wein wird ähnlich unserem legendären Frumint trocken 2002! Am schönsten entwickelte sich die Botrytis vor allem beim Chardonnay, sodass wir auch eine kleine feine Menge Ruster Ausbruch ernten konnten.

Seit wir dann noch merkten, dass unser Refraktormeter (Gerät zum Messen der Zuckerkonzentration) um 0,75 KMW zu wenig anzeigte sind wir mit dem Jahrgang erscheint die ganze Ernte in einem anderen Licht.


Jahrgang - 2004 Coole Frucht - schwarzer Kern


"So mancher hat dieses Jahr vergeblich auf den Hochsommer gewartet - aber was macht die Rebe? Grundsätzlich ähnliches wie der Mensch - sie reagiert auf zu viel Stress mit Leistungsabfall. Im Jahr 2004 konnten die Rebstöcke kontinuierlich dahinarbeiten - langsamer als gewohnt, woraus ein späterer Erntetermin resultierte aber mit voller Leistung. Durch den späten Erntetermin (kühle Reifebedingungen) zeichet die Weine eine enorme Primärfruchtigkeit und wunderbare Pikanz aus. Mit Erntegradationen von 16 KMW Welschriesling, 17 KMW Weissburgunder (beide für unser Cuveé Burgenland Weiss) Muskat 17,5 KMW, Sauvignon blanc 18,5 KMW, Chardonnay 19 KMW und Grauburgunder 20 KMW sind wir bei allen Weissweinen im gewünschten Spektrum. Am meisten überrascht wurden wir jedoch von der hohen Qualität der Roten. 90 % der Ernte wurde mit über 18 KMW geerntet. Spitzenreiter Blaufränkisch Bandkreftn und Mitterkreftn mit jeweils 19 KMW, Pinot noir 20 und Merlot 21 KMW. Allesamt schwarz wie Tinte und mit wunderbarer Aromatik. Letztlich wurden wir noch Mitte November mit 33 KMW beim Chardonnay und 34 KMW bei Welschriesling und Furmint mit ausgezeichneten Ausbruch-Qualitäten belohnt.
In einem solchen Weinjahr lernen wir die Reifebedingungen bei uns am Neusiedlersee erst so richtig zu schätzen - einen großen Dank dem Standort am See!


Jahrgang - 2003 Ein heisser Tipp


"Herr;es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß" beginnt ein Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke, und dem können wir nur wenig hinzufügen.
Die Ernte hat bereits Ende August begonnen, nicht nur vom Monat extrem früh sondern auch bei der täglichen Ernte waren wir bereits ab halb sechs Uhr in den Weingärten zu finden um noch möglichst kühles Traubengut verarbeiten zu können. Sogar der Lesewagen wurde mit einem Sonnendach ausgestattet. Gegen Mittag war das Tagwerk im Weingarten meist schon beendet. Ein Aufwand der sich definitiv gelohnt hat. Welschriesling, Muskat, Sauvignon blanc zeigen die gewohnte Traubigkeit und Frische. Die Burgunder haben große Ansätze.
Nach den Weissen ging es ohne Stress zu den Roten. Bei Rilke kann man lesen. "Befiehl den Früchten voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein". Es waren noch mehrere südliche Tage und die Roten 2003 sind echte Granaten.
Da während der ganzen Ernte keine Ansätze einer Entwicklung von der Edelfäule zu erkennen war verzichteten wir auf die Produktion von edelsüßen Prädikatsweinen.
Ende September war die Ernte 2003 erfolgreich abgeschlossen.


JAHRGANG - 2002 Well done!

Wir können wieder dankbar auf das Jahr 2002 rückblicken. Die Weine präsentieren sich in jedem Bereich nach unseren Vorstellungen (die wahren Abenteuer sind im Kopf!). Dabei machte nicht nur das Wetter in diesem Jahr Kapriolen sondern auch unser Gemüt bewegte sich ähnlich einer Hochschaubahn. Die hohen Niederschlagsmengen im August bewirkten bei einigen dichtbeerigen Sorten bereits fühzeitiges Auftreten der Botrytis. Um größeren Schaden zu verhindern wurden die angefaulten Trauben ausgeschnitten. Viel Arbeit, die sich gelohnt hat. Der September und die erste Hälfte des Oktobers waren von guter Witterung geprägt, sodaß die Ernte rasch voranging. Bis zur Ernte der Hochprädikate mußten wir aufgrund einiger Regenschauer bis anfangs November warten. Wir konnten Erntegradationen bis 38 KMW erreichen.

Schon bald beginnt auch für Sie das Abenteuer Weinjahrgang 2002 - Viel Vergnügen!


JAHRGANG - 2001

Wer wagt gewinnt - so könnte man mit einem kurzem Statement den Jahrgang charakterisieren. Nach den intensiven Regenfällen im August gab es viele lange Gesichter. Bis zu diesem Zeitpunkt rechneten wir wieder mit einem sehr guten Jahrgang. Ab Mitte September kam dem einen oder anderen wieder ein Schmunzeln über die Lippen, und nach einem sonnenreichen Oktober hatten wir gut Lachen. Obwohl wir die Ernte 3 mal für mehrere Tage unterbrochen haben können wir sagen, dass unsere Risikobereitschaft richtig war.

Die Weissweine zeigen eine intensive Frucht, den Roten und Süßen geben wir noch einige Zeit zur Entwicklung, beide zeigen sehr gute Ansätze.


JAHRGANG - 2000

Reif für dieses Jahrtausend!
Wir können dankbar auf das Weinjahr zurückblicken. Die Vegetation war von Beginn an schon immer einen Schritt voraus. Eine Trockenperiode im Hochsommer konnte dem keinen Einhalt gebieten. Bereits Anfang September wurde mit der Ernte begonnen. Reifes und gesundes Traubenmaterial wurde eingebracht.
Die Weißweine bestechen vor allem durch Harmonie, bei den Rotweinen wurde sicher der Zenit der physiologischen Reife erreicht, die Weine zeichnet eine sehr dunkle Farbe und eine intensive Aromafülle aus. Auch Süßweinliebhaber werden mit unserer Welschriesling Auslese 2000 viel Freude haben.